Landrat gibt Startschuss für Ausbildungsinitiative
Kreis Unna, Ute Heinze – 11.09.2026
Ausbildung stärken, Betriebe unterstützen und jungen Menschen Perspektiven eröffnen: Mit einer gemeinsamen Ausbildungsinitiative wollen der Kreis Unna und seine Partner den Ausbildungsmarkt vor Ort voranbringen. Ziel von Landrat Mario Löhr ist es, die Zahl der neu geschlossenen Ausbildungsverträge vom Schuljahr 2026/27 bis 2035 deutlich zu steigern.
Zum Start der Initiative trafen sich jetzt Vertreterinnen und Vertreter der Stadt Lünen, der Agentur für Arbeit, des Jobcenters Kreis Unna, der Schulen im Kreis, der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund, der Handwerkskammer Dortmund, der Kreishandwerkerschaften Dortmund Hagen Lünen und Hellweg-Lippe sowie des Deutschen Gewerkschaftsbundes im Kreishaus Unna.
Ein Schwerpunkt der Initiative liegt zunächst ganz bewusst auf dem Handwerk. Landrat Löhr ist überzeugt: „Das Handwerk bietet Jugendlichen mit unterschiedlichen Startchancen echte Perspektiven – gerade auch jungen Menschen mit Migrationsgeschichte. Es hat Zukunft: Ob Elektrotechnik, Sanitär- und Heizungsbau, Bäcker- oder Bauhandwerk – ohne diese Berufe gelingt weder die Energiewende noch die Digitalisierung unseres Alltags. Wenn wir hier Hand in Hand arbeiten, können wir im Kreis Unna viel erreichen.“
Lünen dient dabei als Startpunkt: „Die Initiative startet in Lünen mit einer einjährigen Laborphase, die anschließend auf den gesamten Kreis ausgeweitet wird“, erklärt Lünens Bürgermeisterin Martina Förster-Teutenberg. „Wir müssen junge Menschen dort abholen, wo sie sind. Ich freue mich, dass Lünen als Labor dient, um Ausbildung greifbar zu machen und Betriebe direkt mit Nachwuchskräften zu vernetzen.“
Geplant sind neben Schulaktivitäten auch niedrigschwellige Kontaktmöglichkeiten sowie eine zielgruppengerechte Marketingkampagne über Social-Media-Kanäle, um die duale Ausbildung stärker ins Blickfeld zu rücken.
Dabei sind sich die Beteiligten einig: Es geht nicht darum, neue Strukturen zu schaffen oder zusätzliche finanzielle Mittel bereitzustellen. Vielmehr sollen die vorhandenen Angebote und Aktivitäten noch enger miteinander verzahnt und gemeinsam weiterentwickelt werden, um mehr junge Menschen für eine Ausbildung zu begeistern.