23,5 Millionen Euro für den Bio-Economy-Campus

WFG Kreis Unna – 05.05.2025

Mit der Übergabe des Zuwendungsbescheids in Höhe von rund 23,5 Millionen Euro gab NRW-Wirtschafts- und Klimaschutzministerin Mona Neubaur jetzt den offiziellen Startschuss für den Bau des Bio-Economy-Campus in Bönen. Der Förderbescheid wurde am Samstag, 3. Mai an Dr. Christian Rose, Geschäftsführer der Bio-Security Immobilien GmbH, überreicht.

Das ambitionierte Vorhaben wird im Rahmen des 5-StandorteProgramms gefördert – mit dem Programm unterstützt die Landesregierung gezielt die Städte Duisburg, Gelsenkirchen, Hamm, Herne und den Kreis Unna, um Innovation, Klimaschutz und neue wirtschaftliche Perspektiven in ehemaligen Kohleregionen zu fördern. „Für bioökonomische Lösungen braucht es nicht nur gute Ideen und kluge Köpfe – es braucht auch Räume, in denen sie wachsen können. Mit dem Bio-Economy-Campus wird ein Leuchtturmprojekt realisiert, das Ökologie, Ökonomie und Innovation mitten im Herzen von Nordrhein-Westfalen in Einklang bringt“, erklärt Mona Neubaur, Ministerin für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen. „Gerade kleine Unternehmen und Start-ups in der Region können zukünftig vom Kompetenzzentrum profitieren: Mit starker Infrastruktur und einem exzellenten Netzwerk schaffen wir hier einen Ort, an dem nachhaltige Produkte und effiziente Verfahren der Zukunft entstehen.“

Ein Leuchtturmprojekt für Bioökonomie und Strukturwandel
Auf dem Grundstück neben dem bestehenden Kompetenzzentrum Bio-Security in Bönen entsteht in den kommenden vier Jahren ein modernes Labor- und Bürogebäude mit insgesamt 3.550 Quadratmetern Nutzfläche. Ziel des Bio-Economy-Campus ist der Transfer von Wissenschaft und Wirtschaft in der Bioökonomie. Projekte sollen hier vom Forschungsstadium bis zur Anwendbarkeit gebracht, Unternehmen bei der Umstellung auf biologische Produkte und Prozesse unterstützt und innovativen Start-ups Raum und Förderung für ihre Entwicklung geboten werden. Der Neubau umfasst 1.300 Quadratmeter Labor- und Technikumsflächen sowie 665 Quadratmeter Büroflächen. Schwerpunkt der wissenschaftlich-technischen Ausstattung sind Bereiche wie Bioprozesstechnik und Spezialanalytik. 

„Der Fokus des Bio-Economy-Campus liegt auf neuen Fermentationstechnologien und -anwendung u. a. für die Lebensmittel- und Futtermittelwirtschaft. Wir ergänzen hierdurch konsequent und zeitgemäß das bereits seit fast 20 Jahren gewachsene Spektrum des Kompetenzzentrums Bio-Security“, so Dr. Oliver Bonkamp, Prokurist der Bio-Security Immobilien GmbH.

Dr. Christian Rose, Geschäftsführer der Bio-Security Immobilien GmbH, betont: „Mit dem Bio-Economy-Campus schaffen wir Raum für Forschung, Innovation und neue Arbeitsplätze. Unser Ziel ist es, gemeinsam mit Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft Lösungen für eine nachhaltige Zukunft zu entwickeln und die Bioökonomie als Wachstumstreiber in der Region zu etablieren.“ Stephan Rotering, Bürgermeister der Gemeinde Bönen und Vorsitzender der Gesellschafterversammlung der Bio-Security Immobilien GmbH, ergänzt: „Wir freuen uns, dass wir mit diesem überragenden Projekt über 23,5 Millionen Euro Förderung aus dem 5-StandorteProgramm nach Bönen und damit in den Kreis Unna holen. Das Projekt besticht in Sachen Zukunftsorientierung, Schaffung neuer hochwertiger Arbeitsplätze für Fachkräfte und leistet durch die Verknüpfung von Wirtschaft und Wissenschaft einen echten Beitrag zur Transformation bei uns im Kreis Unna.“

Regionale Zusammenarbeit als Fundament des Erfolgs
Die erfolgreiche Umsetzung des Projekts ist auch Ergebnis einer engen regionalen Zusammenarbeit. Die Wirtschaftsförderungsgesellschaft für den Kreis Unna mbH (WFG) hat die Antragsstellenden des Bio-Economy-Campus während des gesamten Antragsprozess durchgehend begleitet und wichtige Impulse eingebracht. „Der Bio-Economy-Campus ist ein starkes Bekenntnis zur Zukunftsfähigkeit unseres Wirtschaftsstandorts. Mit dem Projekt schaffen wir nicht nur moderne Infrastruktur, sondern setzen auch gezielt Impulse für Innovation, Wissensvernetzung und nachhaltiges Wachstum im Kreis Unna. Solche Investitionen sind entscheidend, um den Wandel aktiv zu gestalten und langfristig neue Perspektiven für Unternehmen und Fachkräfte zu schaffen“, erklärt WFG-Geschäftsführer Sascha Dorday. 

Die jetzige Zuwendung wird für das Projekt mit einem Zeitraum von vier Jahren ausgesprochen. Rund 22,3 Millionen Euro steuert der Bund bei, über das Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie ergänzt das Land NRW die Förderung mit rund 1,2 Millionen Euro aus Landesmitteln. Den zusätzlichen Eigenanteil trägt die Gemeinde als hundertprozentige Gesellschafterin der Bio-Security Immobilien GmbH.

Hintergrund: Das 5-StandorteProgramm
Im Zuge des Ausstiegs aus der Steinkohleverstromung stellt die Bundesregierung bis zum Jahr 2038 bundesweit insgesamt rund eine Milliarde Euro für die Transformation der betroffenen Kraftwerksstandorte zur Verfügung. 662 Millionen Euro davon entfallen auf Nordrhein-Westfalen.

Mit dem 5-StandorteProgramm richtet die Landesregierung Nordrhein-Westfalen gezielt Fördermittel an die fünf besonders betroffenen Kommunen: Duisburg, Gelsenkirchen, Hamm, Herne und den Kreis Unna. Ziel des Programms ist es, durch gezielte Investitionen die Innovationskraft der regionalen Wirtschaft zu stärken, den Klimaschutz und nachhaltige Entwicklung voranzubringen sowie neue Wirtschaftsflächen und Arbeitsplätze zu schaffen. Damit trägt das Programm maßgeblich zur aktiven Gestaltung des Strukturwandels in den ehemaligen Steinkohleregionen bei.

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