Weniger Arbeitslose im Mai

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Agentur für Arbeit, Ulrich Brauer – 05.06.2024

Im Kreis Unna reduzierte sich der Bestand an gemeldeten Arbeitslosen im Vergleich zum Vormonat um 199 auf 15.910. Im Vergleich zu Mai 2023 stieg die Arbeitslosigkeit um 838 (+5,6 Prozent). Die Arbeitslosenquote sank um 0,2 Punkte auf 7,3 Prozent und lag damit auf Vorjahresniveau.

„Erfreulicherweise hat sich der Anstieg der Arbeitslosigkeit im Mai nicht fortgesetzt, stattdessen ist es zu einem spürbaren Rückgang von knapp 200 arbeitslosen Menschen im Kreis Unna gekommen“, beschreibt Agenturchef Thomas Helm die aktuelle Situation und ergänzt: „Dieser Rückgang liegt sogar über dem landesweiten Durchschnitt.“ Besonders erfreulich sei laut Thomas Helm die verbesserte Lage von ausländischen, schwerbehinderten sowie langzeitarbeitslosen Personen: „Diese Personengruppen haben es traditionell schwerer, den Weg in Arbeit zu finden, weswegen diese Tendenz umso mehr belegt, dass die regionale Wirtschaft trotz verhaltener Konjunkturprognosen auf Fachkräfte angewiesen ist und diese ungebrochen einstellt. Dies dürfte auch ein Anreiz für viele Menschen sein, die eigene Qualifikation auf den Prüfstand zu stellen und sich zu Möglichkeiten und Förderungen von Arbeitsagentur und Jobcenter beraten zu lassen.“

Unterbeschäftigung
Personen, die an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen oder sich in einer kurzfristigen Arbeitsunfähigkeit befinden, zählen in der Regel als unterbeschäftigt. Im aktuellen Berichtsmonat wurden insgesamt 20.129 Unterbeschäftigte im Kreis gezählt und damit 102 weniger als im letzten Monat. Im Mai 2023 waren 14 Personen (-0,1 Prozent) weniger unterbeschäftigt. Die Unterbeschäftigungsquote beträgt 9,1 Prozent. Kurzarbeiter sind nicht in der Unterbeschäftigung enthalten.

Kurzarbeit
Im Mai wurden im gesamten Agenturbezirk nur sieben Anzeigen auf Kurzarbeit für 43 potenziell betroffene Mitarbeiter verzeichnet.

Zu- und Abgänge auf dem ersten Arbeitsmarkt
Im Berichtsmonat meldeten sich 906 Personen aus Erwerbstätigkeit neu oder erneut arbeitslos. Im Vergleich zum Vormonat waren das 237 Personen (-20,7 Prozent) weniger. Im Vergleich zu Mai 2023 waren es 68 Personen mehr (+8,1 Prozent). Gleichzeitig beendeten im Berichtsmonat 806 Personen ihre Arbeitslosigkeit zu Gunsten einer Erwerbstätigkeit und damit 80 weniger als im Vormonat (-9,0 Prozent). Im Vergleich zum Vorjahr waren es 78 Personen (+10,7 Prozent) mehr, die eine neue Beschäftigung aufnehmen konnten.

Entwicklung in einzelnen Personengruppen
Im Kreis Unna leben derzeit 1.182 Arbeitslose, die das 25. Lebensjahr noch nicht vollendet haben. Ihre Anzahl stieg um 14 (+1,2 Prozent). Im Vorjahresvergleich ist der Bestand um 180 Personen (+18,0 Prozent) gestiegen.
Ein Viertel (3.970) aller Arbeitslosen ist älter als 55 Jahre. Dies entspricht einem Rückgang um 15 Personen gegenüber dem Vormonat (-0,4 Prozent). Vor zwölf Monaten gab es 176 ältere Arbeitslose (-4,6 Prozent) weniger.
Im Kreis Unna leben 5.408 ausländische Arbeitslose und damit 144 (-2,6 Prozent) weniger als im Vormonat. Im Mai 2023 waren 502 ausländische Arbeitslose (-10,2 Prozent) weniger gemeldet.
Die Langzeitarbeitslosigkeit sank im Berichtsmonat um 44 Personen (-0,7 Prozent) auf 6.135. Im Vorjahresvergleich sind das 136 Personen (+2,3 Prozent) mehr.
Im Berichtsmonat reduzierte sich die Anzahl der Arbeitslosen mit Behinderung um 42 (-2,8 Prozent) auf 1.456 und lag damit um 22 unter dem Niveau des Vorjahres (-1,5 Prozent).

Entwicklung in der Arbeitslosenversicherung (Rechtskreis SGB III)
Bei der Agentur für Arbeit waren 4.551 Arbeitslose gemeldet, 75 (-1,6 Prozent) weniger als im Vormonat. Im Vorjahresvergleich sind es 368 Personen (+8,8 Prozent) mehr.

Entwicklung in der Grundsicherung (Rechtskreis SGB II)
Die Arbeitslosenzahlen der Bürgergeld-Empfängerinnen und -Empfänger im Jobcenter Kreis Unna ist im laufenden Monat mit 11.359 um 124 Personen im Vergleich zum Vormonat zurückgegangen (-1,1 Prozent). Besonders Lebensältere, Langzeitarbeitslose und ausländische Personen konnten sich aus der Arbeitslosigkeit abmelden. Uwe Ringelsiep, Geschäftsführer des Jobcenters Kreis Unna, richtet den Fokus auf die jungen Arbeitslosen unter 25 Jahren: „Diese Bewerbergruppe ist im Gegensatz zu den anderen Personengruppen von einem leichten Anstieg bei den Arbeitslosenzahlen betroffen. Hier werden wir in den kommenden Wochen unsere intensiven Beratungen weiter fortsetzen, um dieser Bewerbergruppe Wege aus der Arbeitslosigkeit aufzuzeigen und sie besonders bei dem Übergang von Schule in den Beruf zu unterstützen.“

Entwicklung in den zehn Kommunen des Kreises
In sieben der zehn Kommunen des Kreises Unna nahm die Arbeitslosigkeit im vergangenen Monat ab. Den stärksten Rückgang verzeichnete Werne (-4,5 Prozent bzw. 37 auf 778). Danach folgen Bergkamen (-2,8 Prozent bzw. 65 auf 2.240), Holzwickede (-2,7 Prozent bzw. 13 auf 462), Lünen (-1,7 Prozent bzw. 85 auf 4.796), Unna (-1,5 Prozent bzw. 30 auf 1.991), Bönen (-1,5 Prozent bzw. 11 auf 728) und Schwerte (-0,1 Prozent bzw. zwei auf 1.680). In Kamen stieg die Arbeitslosigkeit leicht an (+0,1 Prozent bzw. zwei auf 1.731), ebenso in Fröndenberg (+2,2 Prozent bzw. 13 auf 591) und Selm (+3,3 Prozent bzw. 29 auf 913).

Arbeitskräftenachfrage
Der Bestand an Arbeitsstellen nahm im Mai um 59 (+2,2 Prozent) auf 2.682 zu. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 379 Stellen (-12,4 Prozent) weniger. Arbeitgeber meldeten im Berichtsmonat 566 neue Arbeitsstellen und damit nahezu so viele wie im April (-1).
Sechs von zehn neu gemeldeten Stellen bezogen sich auf sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (z.B. Vermietung von beweglichen Sachen, Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften, Reisebüros, Wach- und Sicherheitsdienste, Garten- und Landschaftsbau), das Gesundheits- und Sozialwesen, das Verarbeitende Gewerbe sowie freiberufliche Dienstleistungen (z.B. Rechts- und Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung, Architektur- und Ingenieurbüros).
 

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