Arbeitsmarkt Kreis Unna Dezember 2024

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Agentur für Arbeit, Ulrich Brauer – 03.01.2025

Nach monatelangem Rückgang erhöhte sich die Arbeitslosigkeit im Kreis Unna im Dezember. Die Zahl der Arbeitslosen stieg im Vergleich zum Vormonat um 290 oder 1,9 Prozent auf 15.575. Im Vergleich zum Jahresende 2024 gab es einen Anstieg um 259 oder 1,7 Prozent. Die Arbeitslosenquote kletterte leicht um 0,1 Punkte auf 7,2 Prozent. Vor einem Jahr lautete sie 7,1 Prozent.

„Im Dezember hat der Winter die Dynamik auf dem Arbeitsmarkt im Kreis Unna saisontypisch gedrosselt und für steigende Arbeitslosenzahlen gesorgt“, fasst Thomas Helm, Leiter der für den Kreis Unna zuständigen Agentur für Arbeit Hamm, die Entwicklung zum Jahresende zusammen. „Die Kurzarbeit bleibt noch unauffällig, während die Kräftenachfrage trotz des Weihnachtsgeschäfts keine Impulse erfahren hat“. Die schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen haben sich in diesem Jahr auch auf die Beschäftigung ausgewirkt. Nach der neuesten Erhebung gibt es knapp 136.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte im Kreis Unna, über 500 weniger als vor einem Jahr.“
Die Erwartungen des Arbeitsmarktexperten für die nächste Zeit sind verhalten: „Zum Jahresbeginn wird die Arbeitslosigkeit schon saisonal bedingt deutlich zunehmen.“

Unterbeschäftigung
Personen, die an arbeitsmarktpolitischen Maßnahmen teilnehmen oder sich in einer kurzfristigen Arbeitsunfähigkeit befinden, zählen in der Regel als unterbeschäftigt. Im aktuellen Berichtsmonat wurden insgesamt 19.813 Unterbeschäftigte im Kreis gezählt und damit 82 mehr als im letzten Monat. Im Dezember 2023 waren 43 Personen (+0,2 Prozent) weniger unterbeschäftigt. Die Unterbeschäftigungsquote stieg um 0,1 Punkte auf 9,0 Prozent. Kurzarbeiter sind nicht in der Unterbeschäftigung enthalten.

Arbeitskräftenachfrage
Der Bestand an Arbeitsstellen nahm im Dezember um 42 (1,7 Prozent) auf 2.528 zu. Im Vergleich zum Vorjahresmonat waren es 284 Stellen (-10,1 Prozent) weniger. Arbeitgeber meldeten im Berichtsmonat 518 neue Arbeitsstellen und damit sechs weniger als im November (-1,1 Prozent).
Fast sieben von zehn neuen Stellen bezogen sich auf das Gesundheits- und Sozialwesen, sonstige wirtschaftliche Dienstleistungen (z.B. Vermietung von beweglichen Sachen, Vermittlung und Überlassung von Arbeitskräften, Reisebüros, Wach- und Sicherheitsdienste, Garten- und Landschaftsbau), den Handel sowie auf freiberufliche Dienstleistungen (z.B. Rechts- und Steuerberatung, Wirtschaftsprüfung, Architektur- und Ingenieurbüros, Veterinärwesen).

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