proWeiterbildung PLUS: Resilient durch Weiterbildung
– 26.04.2024
Unter dem Motto 45 Minuten proWeiterbildungPLUS online: Resilient durch Weiterbildung berichtete Angéla van den Boom, Geschäftsführerin der Landesarbeitsgemeinschaft für eine andere Weiterbildung (LAAW) NRW e. V. am 24. April vom Projekt „Ausbalanciert durch Weiterbildung – Resilient und zukunftsoffen“, das im Zuge der Resilienzoffensive für die Weiterbildungslandschaft des Landes Nordrhein-Westfalen 2023 konzipiert und seitdem umgesetzt wurde.
Zum Hintergrund: In den vergangenen Jahren haben der gesellschaftliche Wandel, zahlreiche Umbrüche, Risiken und ernste Krisen zu massiven Verunsicherungen geführt und teilweise schwere Belastungen mit sich gebracht. Doch Resilienz ist dynamisch und kann trainiert werden. Außergewöhnliche Anforderungen werden an unsere persönliche Widerstandsfähigkeit sowie an die von Organisationen und Unternehmen gestellt. Die Fähigkeit zur erfolgreichen Bewältigung muss aufgebaut, gestärkt und bewahrt werden.
Angéla van den Boom stellte im Rahmen des Online-Formates vor, wie das Projekt von mehreren Weiterbildungsakteuren der Erwachsenenbildung gemeinsam realisiert wurde. Verbandsübergreifend waren die AWO NRW LAG Familien- und Weiterbildung, die Paritätischen Akademien NRW, das Evangelische Erwachsenenbildungswerk Nordrhein e. V., die Evangelische Erwachsenen- und Familienbildung Westfalen und Lippe e. V., der Gütesiegelverbund Weiterbildung NRW e. V. und der LAAW NRW e. V. am Projekt beteiligt.
In drei einzelnen Teilprojekten ging es darum, Bedarfe zu erkennen, im nächsten Schritt Resilienz zu stärken und Kompetenzen zu entwickeln, wie Resilienz kontinuierlich im Lebens- und Berufsalltag manifestiert werden kann.
Das Projekt „Ausbalanciert durch Weiterbildung – Resilient und zukunftsoffen“ nahm zunächst die organisationale Resilienz in den Blick und analysierte diese in sechs Weiterbildungseinrichtungen der LAG AWO NRW und der LAAW NRW. Weiterhin wurde die individuelle Resilienz fokussiert: Durchgeführt wurden Resilienzcoachings für hauptamtliche, freiberufliche und ehren- oder nebenamtliche Beschäftigte der beteiligten Einrichtungen, die weitere Vertiefungsschwerpunkte wie zum Beispiel Gewaltfreie Kommunikation oder Konfliktmanagement boten.
Mit dieser Vorgehensweise wurde das Resilienzverständnis geklärt und Grundlagen konnten vermittelt werden. Dazu mussten vorab die Selbstwirksamkeitskompetenz, Handlungskompetenz und Gestaltungskompetenz analysiert und gestärkt werden. Die Methoden aus den Workshops sollten leicht transferierbar sein und im praktischen Einsatz erprobt werden. Dies mündete in Konzepten zur individuellen und organisationalen Resilienzstärkung sowie zur Konzipierung von entsprechenden Bildungsangeboten.
Als Ergebnis gibt es unterschiedliche Workshops für das Resilienztraining, die unter anderem Resilienztools für den beruflichen Alltag bereitstellen, in die Methoden und Konzepte der positiven Psychologie einführen, Stressentschärfungs- und Entspannungsübungen vorstellen oder auch dabei unterstützen, das eigene Resilienzprofil zu analysieren.
Mehr Informationen, die wichtigsten Ergebnisse und aktuellen Angebote zum Projekt finden sich hier.